Mobiles Internet: Surfspaß flexibel und unabhängig
Mobiles Internet wird zwar immer beliebter; jedoch nutzt es bisher nur eine Minderheit der Handybesitzer. Mobiles Internet macht es möglich, auch von unterwegs jederzeit auf diverse Onlineinhalte zuzugreifen: so kann der Nutzer seine E-Mails abrufen oder auch im Netz surfen – ähnlich wie am heimischen PC.
Die Anfänge des mobilen Internets wurden noch durch die beschränkten Möglichkeiten der ersten Mobilfunkstandards bestimmt und waren noch weit von den heutigen Geschwindigkeiten mit UMTS entfernt. Das sogenannte Wireless Application Protocol (WAP) sorgte dabei ab 1997 für eine Verfügbarkeit von Internetinhalten für die langsamen Übertragungsraten und die längeren Antwortzeiten im Mobilfunk über GMS und GPRS. Speziell auf die Größe von Handydisplays angepasste Internetseiten machten dabei den Anfang. Ab 1999 wurde mit dem WAP 1.1 Standard eine größere Zahl an Endgeräten mit WAP-Browser verfügbar, die sich mit der Weiterentwicklung WAP 1.2 noch steigerte.
Seitdem ist mobiles Internet, insbesondere durch WAP 2.0 und UMTS, erheblich komfortabler geworden. So wurde mit dem aktuellen WAP 2.0 Standard die Kompatibilität zum Internet hergestellt und normale Internetseiten lassen sich auch ohne umständliche Anpassungen direkt anzeigen. Neue Handygeräte, wie das iPhone von Apple (in Deutschland nur bei T-Mobile erhältlich) oder der von o2 in Deutschland vermarktete Palm Pre, steigern das Surfvergnügen erheblich und präsentieren Internetseiten in ihrer gewohnten Form und Farbe – fast wie am heimischen Computer.
Zudem existieren nun mit EDGE, UMTS und LTE auch schnellere Übertragungsstandards als in den Anfangstagen des mobilen Internets. Diese erlauben ein weitgehend alltagstaugliches Surfvergnügen. Geschwindigkeitsprobleme gehören ebenso der Vergangenheit an, wie die scherzhafte Übersetzung von WAP mit „Wait And Pay“. Einziger Wermutstropfen blieben lange die teilweise hohen Kosten, die mobiles Internet besonders bei intensiver Nutzung verursachte.
Mittlerweile gibt es jedoch auch UMTS Flatrate Angebote, die in einem bezahlbaren Rahmen bleiben. Die meisten haben allerdings einen Haken: nach dem Verbrauch von fünf Gigabyte Datenvolumen im Monat drosseln die Anbieter die Geschwindigkeit erheblich. Zwar sind fünf Gigabyte mit reiner Handynutzung kaum zu erreichen, Notebookuser hingegen dürften sich bei Überschreitung der Grenze mitunter unangenehm an ihr altes 56 kbit/s Modem erinnert fühlen.